Verbraucherinsolvenz

§ 286 InsO: Ist der Schuldner eine natürliche Person, so wird er [...] von den Verbindlichkeiten gegenüber den Insolvenzgläubigern befreit.

hier klicken für eine schematische Darstellung des Verbraucherinsolvenzverfahrens

Allgemeines

Durch ein Insolvenzverfahren werden mit geordneten Rückzahlungsmodalitäten sowie der gerichtlichen Restschuldbefreiung neben den rein finanziellen Problemen auch die häufig durch Überschuldung bedingten psychischen Belastungen und Zukunftsängste angegangen.

Andererseits können aufgrund zahlreicher auf die Insolvenzordnung verweisender Vorschriften und der öffentlichen Bekanntmachungen von Entscheidungen der Insolvenzgerichte durch das Insolvenzverfahren bedingte und vom Schuldner nicht erwünschte Ereignisse eintreten. Da sich die Lebensverhältnisse während der Dauer des Verfahrens entweder im privaten oder im beruflichen Umfeld oft ändern, können im Laufe des Insolvenzverfahrens – bei Einleitung des Insolvenzverfahren nicht vorhersehbare – belastende Folgen mit dem Ergebnis auftreten, dass bei Kenntnis dieser Folgen ein Insolvenzverfahren nicht beantragt worden wäre.

Zur Minderung eines solchen Risikos sollten Sie uns Ihre Planungen in familiärer und beruflicher Hinsicht umfänglich schildern und ggf. bevorstehende besondere Ereignisse benennen (Erbschaft, Elternzeit, Studium, geplante Selbständigkeit, Frühverrentung …).  In der Praxis hat sich in diesem Zusammenhang die Teilnahme einer verwandten bzw. gut befreundeten Person des Schuldners an den Beratungsgesprächen als hilfreich erwiesen; da der Schuldner mit dieser Person einerseits nach den Terminen nochmals in Ruhe die Chancen und Risiken besprechen kann und andererseits diese Person im Beratungsgespräch weitere für uns nicht erkennbare relevante Aspekte oder Fragen aus dem Lebensbereich des Schuldners einbringen kann.

Beratung

Jede Regulierung ist durch die individuellen Besonderheiten in den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen des Schuldners geprägt; zur Meidung späterer Nachteile verbietet sich unseres Erachtens daher eine von gewerblichen Schuldenregulieren und „Internetanwälten“ vorgenommene schematische Regulierung.

In einem ausführlichen persönlichen Beratungsgespräch erläutern wir anhand Ihrer Verhältnisse die relevanten gesetzlichen Regelungen und zeigen anhand unserer Erfahrungswerte realistische Entschuldungsmöglichkeiten auf. Hinsichtlich der Ihrerseits bevorzugten Strategie werden wir Sie in Kenntnis Ihrer Situation, Ihrer Erwartungen an unsere Tätigkeiten sowie Ihrer wirtschaftlichen und persönlichen Perspektiven auf Risiken einzelner zur Regulierung erforderliche Maßnahmen hinweisen und gemeinsam unter Abwägung der jeweiligen Vor- und Nachteile die Entschuldungsstrategie entwickeln.

Ob die so entwickelte Strategie erfolgreich umgesetzt werden kann, hängt regelmäßig auch vom Verhalten Dritter, insbesondere natürlich der Gläubiger, ab. Daher werden wir im Beratungsgespräch die verschiedenen möglichen Szenarien ausführlich darstellen und besprechen, wie jeweils damit umgegangen werden soll (mithin einen Plan B erstellen).

Ziel der Beratungstätigkeit vor Beginn unserer Tätigkeit soll sein, dass Sie den entwickelten „Fahrplan“ zur Entschuldung vollständig verinnerlicht haben und den hierfür Ihrerseits zur Abwendung späterer Probleme erforderlichen Handlungsbedarf (bzgl. Girokonto, lfd. Finanzierungen, Unterhaltsangelegenheiten, lfd. Ratenzahlungen, Informationspflichten …) kennen und umsetzen können.

Erfahrungsgemäß stellt das Wissen um das weitere Vorgehen bereits einen enormen Beitrag zur psychischen Entlastung dar. Ferner können Sie beteiligte Dritte über den Ihrerseits geplanten Weg unterrichten, so dass auch diesbezügliche persönliche oder vertragliche Verhältnisse durch Ihre wirtschaftlichen Probleme nicht weiter angespannt werden.

einleitende Tätigkeiten

Vor Beginn der Regulierung erläutern wir gegebenenfalls insbesondere zur Vermeidung einer Neuverschuldung vorhandenen Handlungsbedarf Ihrerseits (s. Seite „vor Regulierung„) und unterstützen bei der Umsetzung.

Da durch unsere Beauftragung regelmäßig ein wirtschaftlicher Neuanfang erfolgen soll, besprechen wir – soweit Ihrerseits gewünscht – auch

  • ob laufende Zahlungsverpflichtungen (Handyverträge, Versicherungsverträge, Mitgliedschaften…) vorzeitig beendet und die anfallenden Vorfälligkeitsentschädigungen sodann ebenfalls reguliert werden können und sollen (s. § 41 InsO),
  •  ob noch sozialrechtliche (auch Kinderzuschlag, Wohngeld…) Ansprüche bestehen,
  • ob und unter welchen Umständen die Aufnahme eines Darlehens (bspw. Hausbank, Arbeitgeber, Verwandte oder Stiftung) zur „Umschuldung“ sinnvoll ist,
  • ob bei der Ausgestaltung von Arbeitsverträgen, Krankenversicherungsverträgen, privaten Rentenversicherungsverträgen zulässige (s. §§ 129 ff InsO) Optimierungsmöglichkeiten bestehen,
  • ob Haftungsübernahmen Dritter für laufende Finanzierungen sinnvoll sein könnten

Schließlich erstellen wir in Korrespondenz mit Ihren Gläubigern ein detailliertes Forderungsverzeichnis als Grundlage sämtlicher Regulierungsmaßnahmen. Um die Erfolgsaussicht der beabsichtigten Regulierung zu erhöhen, überprüfen wir die seitens der Gläubiger nach § 305 Abs.2 S.2 InsO mitgeteilten Forderungen hinsichtlich sämtlicher relevanter Aspekte (Verjährung, Ausfallshöhe, deliktische Natur, Mithaftung Dritter….).

Soweit nach dem Ergebnis unserer Prüfung bezüglich einzelner Forderungen noch Ungewissheiten (bspw. über den aktuellen Wert einer finanzierten Sache, Streit über Verjährung, …) bestehen, werden wir dies über entsprechende Regelungen im Plan berücksichtigen.

außergerichtlicher Einigungsversuch, Bescheinigung nach § 305 InsO

außergerichtlicher Einigungsversuch, Bescheinigung nach § 305 InsO Text folgt in Kürze

gerichtliches Schuldenbereinigungsplanverfahren

gerichtliches Schuldenbereinigungsplanverfahren Text folgt in Kürze

Erstellung des Insolvenzeröffnungsantrages

Erstellung des Insolvenzeröffnungsantrages Text folgt in Kürze

Insolvenzantragsverfahren

Insolvenzantragsverfahren Text folgt in Kürze

Beratung und Vertretung im Insolvenzverfahren

Beratung und Vertretung im Insolvenzverfahren Text folgt in Kürze

Beratung und Vertretung im Restschuldbefreiungsverfahren

Beratung und Vertretung im Restschuldbefreiungsverfahren Text folgt in Kürze

Beratung und Vertretung hinsichtlich einer Verkürzung des Restschuldbefreiungsverfahrens

Beratung und Vertretung hinsichtlich einer Verkürzung des Restschuldbefreiungsverfahrens Text folgt in Kürze

Beratung hinsichtlich der Verfahrenskostenstundung

Beratung hinsichtlich der Verfahrenskostenstundung Text folgt in Kürze

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